Deutsche Erinnerungsorte: in 3 Bänden

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"Man muss kein Deutscher sein, um bei 'Alt-Heidelberg' das gerührte Schlucken zu bekommen", zitiert Oliver Fink den Theaterkritiker Alfred Polgar zu Beginn seines Essays über Heidelberg als einem jener Erinnerungsorte, die zum festen Bestand des kollektiven Gedächtnisses der Deutschen gehören. Und tatsächlich hat Wilhelm Meyer-Försters Bühnen-Welterfolg Alt-Heidelberg das Bild, das man sich in Deutschland und der Welt von der Stadt machte, stark beeinflusst -- und ein Stück weit sogar auch das wirkliche Heidelberg. Dorthin nämlich zog es zahllose Studenten aus dem In- und Ausland in eben der Hoffnung, hier das in dem Förster-Stück vorgeführte studentische Leben führen zu können, woraufhin die Wirklichkeit dem Bilde immer ähnlicher wurde.

Heidelberg, das ist bis heute einer der Orte, an dem die Welt und die Deutschen sich an das Bild von Deutschland erinnern, das man sich unter anderem eben auch durch besagtes Theaterstück zurechtgemacht hat (weshalb Bertolt Brecht es ein "Saustück" nannte und Kurt Tucholsky darin nur einen "alten Schmachtfetzen" erkennen konnte). Auch deshalb gehört die Stadt am Neckar ganz zu Recht zum Kreis jener Erinnerungsorte, von denen dieses gleichnamige reiche dreibändige Werk handelt.

Dass auch Personen solche Erinnerungsorte zu sein vermögen, leuchtet schnell ein, wenn man etwa an die Brüder Humboldt denkt oder den Reichskanzler Bismarck, den Komponisten Johann Sebastian Bach, an Richard Wagner oder Friedrich den Großen. Auch die großen Werke der deutschen Kulturgeschichte gehören deshalb zu diesen Identität stiftenden "Orten". Goethes Faust etwa als literarisches Werk, Neuschwanstein als (unter anderem) architekturhistorisches oder Oberammergau als die Passionsspiele umrankendes Gesamtkunstwerk.

Dies sind nur einige wenige Beispiele für die Orte und Wegmarken, denen die mehr als hundert, großteils ohne Übertreibung glänzenden, immer aber ungemein inspirierenden Essays gewidmet sind, für die die Herausgeber namhafte und in ihrer Kennerschaft ausgewiesene Autoren wie Rudolf Vierhaus ("Die Brüder Humboldt"), Iring Fetscher ("Karl Marx"), Peter Steinbach ("Die Stasi"), Gunter Gebauer ("Die Bundesliga") oder Anja Baumhoff ("Das Bauhaus") und viele mehr haben gewinnen können.

Auch die Herausgeber selbst haben wunderbare Erinnerungsstücke beigesteuert: Hagen Schulze über Napoleon und Versailles, Etienne François über die Wartburg und Oberammergau. Es versteht sich dabei von selbst, dass mancher den ein oder anderen Erinnerungsort vermissen wird. Insofern nähme es nicht Wunder, wenn das eigentlich nunmehr abgeschlossene Projekt doch noch eine Fortsetzung fände. Wir hätten nichts dagegen. --Andreas Vierecke . KLICKEN SIE HIER, UM DIESES BUCH ZUM KOSTENLOSEN DOWNLOAD